Wer kennt sie nicht: Die Pfadi – unverkennbar mit Pfadihemden und bunten Dreieckstüchern. Unvergesslich die Zugfahrt, bei der man mit einer Pfadigruppe im gleichen Wagen sass… Was Pfadi wirklich ist, lässt sich nicht beschreiben – man muss es erleben. Dennoch wagen wir hier einen Versuch einer Beschreibung.

Aktuell
Die Philosophie hat seit der Gründung 1907 nicht an Aktualität verloren: Die Befähigung von jungen Menschen zu einem verantwortungsvollen und engagierten Leben in der Gesellschaft. Ändern tut die Umsetzung. Fortlaufend. Die enorme Flexibilität und Unabhängigkeit der Pfadi machen es möglich. Junge leiten Junge. Und ein Jugendlicher in der Vergangenheit zu fixieren ist ebenso unmöglich wie sinnlos. Die Pfadi ist nahezu tagesaktuell und das ist ein unschätzbarer Mehrwert. Aber wir können auch anders: Traditionen werden gewahrt und weitergegeben.

Lifestyle
Die Aktivitäten in der Pfadi haben Ziele und werden mit Methoden geplant und durchgeführt. Und das Ganze mit einer geballten Ladung Power und Action. Aber auch die Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen in jedem Alter gehört dazu. Das riesige Potenzial schöpft die Pfadi aus Leuten, die die Stunden ihres unermüdlichen Einsatzes nicht zählen. Leute, die sich für etwas einsetzen weil sie 100% dahinter stehen. Pfadfinder ist man nicht weil man auf der Adressliste einer Abteilung steht.

Überall
Pfadi gibt es auf der ganzen Welt und ist die grösste Jugendbewegung. Die Art der Pfadi ist unterschiedlich, aber die Grundsätze sind überall dieselben: Mitbestimmung, Verantwortung, Solidarität. Die grenzüberschreitende Verbindung ist ebenso fantastisch wie einzigartig und schon gar nicht leeres Werbegeschwätz. Wer es erlebt hat, weiss es: Die Pfadifamilie ist riesig! Kulturaustausch wird gelebt.

Abenteuer
In der Pfadi gibt es was zu erleben: Alles ist möglich. Zweimal das Gleiche hingegen nicht. Viel Phantasie und gemeinsames Anpacken steckt dahinter – Geld und Kommerz hingegen nicht.

Draussen
Pfadi findet statt im Wald, in der Stadt, im Dorf, in den Bergen, auf Seen, an Bächen… Überall dort wo es Platz gibt, um sich auszutoben, seine Grenzen zu erfahren und um einfach sich zu sein. Pfadis erleben bewusst ihre Umwelt, die Natur und werden auf deren Verwundbarkeit sensibilisiert.

Horizonterweiterung
Pfadileiterinnen und -leiter sind sehr gut ausgebildet und haben vielfältige Fähigkeiten. In der Pfadi werden sie mit ihrer Selbst- und Sozialkompetenz konfrontiert und lernen teamfähig zu sein. Ihre fachlichen Fähigkeiten reichen von Führungskompetenz über Organisationstalent zu zielorientierter Projektplanung. Ausserdem sind sie es gewohnt, zu improvisieren und Schwierigkeiten mit Humor zu begegnen.

Schule mit viel Pause
Pfadi fördert Kinder und Jugendliche ganzheitlich und deckt neben der Familie und der Schule einen wichtigen Teil des Lernfeldes von Kindern und Jugendlichen ab. Pfadis lehren und lernen gegenseitig. Pfadi lehrt Fähigkeiten fürs Leben mit weniger Druck, aber mit umso mehr Spass.

Vielfältig
In der Pfadi spielt es keine Rolle, ob du besonders sportlich, gross, vorlaut, hübsch, schlank, zapplig, braungebrannt, religiös, redegewandt, scheu oder fröhlich bist. Vielfalt ist das Kennzeichen der Pfadi. Hier zählen Deine Stärken. In einzelnen Kantonen gibt es mit der „Pfadi trotz allem“ (PTA) auch Gruppen speziell für Behinderte.

Leiter werden
Jede Abteilung hat einen, bzw. eine Abteilungsleiter/in sowie weitere Hilfs- und Hauptleiter/innen. In den meisten Abteilungen sind die Leiter zusätzlich in Bereichen wie Ausbildung, Werbung, Finanzen etc. eingeteilt. Das „Leiterwerden“ gehört in die Pfadilaufbahn. Die Ausbildung beginnt mit 16 Jahren und dauert zwei Jahre und hat traditionell einen hohen Stellenwert. Die Dauer der Leitertätigkeit ist unterschiedlich. Im Bereich Ausbildung arbeitet die Pfadi Bewegung Schweiz eng mit Jugend und Sport zusammen. Daraus resultiert eine optimale Zusammenarbeit mit einem starken Partner.

Einmal Pfader, immer Pfader!